Es schien wie eine nie enden wollende Posse. Eines der größten Bauvorhaben und eine der gewagtesten Architekturen der deutschen Geschichte wurde nun endlich fertiggestellt.

Die Freude der Hamburger oder korrekt ausgedrückt, der Hanseaten, ist riesig. Ihr neues Wahrzeichen der Stadt erstrahlt in vollem Glanz und die langwierige und kostspielige Bauphase scheint vergessen. Doch nicht nur Musikliebhaber sind von der Elbphilharmonie begeistert, auch die Freunde der Architektur feiern dieses Prachtstück deutscher Ingenieurs – und Architektur – Kunst.

2003 begann die Planung, ehe 2007 die ersten Bagger anrückten, um mit dem Bau zu beginnen. Dies war der Anfang einer langen Reise. 2010 sollte die erste Probe im Konzertsaal abgehalten werden, zu diesem Zeitpunkt lag allerdings selbst das Richtfest noch in weiter Ferne.

Die Bauverzögerungen betrugen zum Schluss über sechs Jahre. Das dies die Nerven der ganzen Stadt strapaziert hat ist wohl jedem leicht verständlich.

In Erinnerung wird vermutlich vielen die Kostenexplosion dieser besonderen Architektur bleiben. Zu Beginn der Planung rechnete der Senat der Stadt Hamburg mit einem Investitionsvolumen von 77 Millionen Euro. Doch dieser Betrag musste im Laufe der Jahre immer wieder nach oben korrigiert werden. Schlussendlich verschlang das Großprojekt Elbphilharmonie sage-und-schreibe 866 Millionen Euro.

Dadurch, dass sich die Kosten mehr als verzehnfacht haben, hat es die Elbphilharmonie in die TOP-10 der teuersten Neubauten der Welt geschafft. Ein Rekord, auf den so mancher Hanseat gerne verzichtet hätte.

Aber es wurde eben auch an nichts gespart. Allein die ca. 25 Tonnen schwere Orgel bricht reihenweise Rekorde. Der Bau dieser Spezialanfertigung dauerte über 8 Jahre und gilt ebenso als ein absolutes Meisterwerk.

Aber nun steht die Elbphilharmonie da. Gut sieht sie aus. Klingen tut sie auch fantastisch. Die Akustik des großen Konzertsaales gilt als eine der besten der Welt. Kulinarisch hat sie auch einiges zu bieten, denn für die gehobene Gastronomie wurde ebenfalls ausreichend Raum vorgesehen.

Ein Hotel, Eigentumswohnungen und natürlich ein eigenes Parkhaus wurde von den Architekten ebenso integriert. Die täglichen Führungen sind stets ausgebucht.