Was waren die großen Trends? Wohin hat sich die Architektur in Deutschland entwickelt? Was haben die Innovationen der Architektur in Deutschland an Positivem hervorgebracht?

Wir wollen uns einige dieser Entwicklungen anschauen und dabei eine Prognose wagen, wohin uns die Reise in der Architektur führen mag.

Über die Nachkriegs-Architektur haben wir bereits gesprochen, ebenso über den Wandel in den 1960er und 1970er Jahren. Doch was kam danach?

Einen der größten Einflüsse auf die Architektur Deutschlands in den letzten zwanzig Jahren hatte das neu erwachte ökologische Bewusstsein in der Bevölkerung: die Endlichkeit von Ressourcen, der Wille, wieder mehr im Einklang mit der Natur zu bauen, ein gestiegenes Verantwortungsbewusstsein auch für die Umwelt sind Themen, die heute aktuell sind.

Hier hat sich in Deutschland viel Gutes getan und den nötigen Innovationen eine neue Richtung gegeben.

Die schiere Größe und das Jagen nach Rekorden war in den 1980er und 1990er Jahren eine Motivation für viele große Bauprojekte.

Der Rekordwahn hat sich gelegt und Raum gemacht für intelligente Lösungen, die im Einklang mit unserer Umwelt und den Ressourcen stehen, die uns die Erde zur Verfügung gestellt hat.

Niedrig-Energie-Häuser, Solar-Energie, Wasseraufbereitung oder Erdwärme sind Innovationen der neueren Zeit. Wobei hier viele Techniken eingesetzt werden, die zum Teil Jahrzehnte oder gar Jahrhunderte alt sind.

Die Innovationen der Architektur drehen sich in Deutschland sehr stark um diese ökologische Komponente. Deutschland kann hier immer wieder neue Maßstäbe setzen.

Dieses Thema ist noch lange nicht ausgereizt. Es gibt in Deutschland noch zu viele Häuser, die zu viel Energie verbrauchen. Es gibt noch zu viele Neubau-Projekte, die zu verschwenderisch mit unseren Rohstoffen umgehen.

Hier ist die Politik gefragt, um noch mehr Anreize zu schaffen, um die Innovationen der Architektur in die richtige Richtung zu lenken. Denn nicht nur die Baustoffe, sondern auch die Form des Hauses kann den Verbrauch und seine Verträglichkeit für die Umwelt bestimmen.

Es gibt noch viel Arbeit. Doch der Weg ist eingeschlagen und die Öffentlichkeit sensibilisiert. Wir können hoffnungsvoll nach vorne schauen.